Hilferuf aus Gambia - Drohende Hungersnot nach Missernten

16
März
2012

In Gambia sind im vergangenen Jahr 70 Prozent der Ernte ausgefallen. Jetzt droht den 1,7 Millionen Einwohnern eine Hungersnot.

Angesichts einer drohenden Hungersnot bittet der westafrikanische Staat Gambia die Staatengemeinschaft um Hilfe. Nach Auskunft des gambischen Landwirtschaftsministeriums sind im vergangenen Jahr 70 Prozent der Ernte ausgefallen. Mehr als eine Million der 1,7 Millionen Einwohner sei auf Hilfe angewiesen, erklärte das Ministerium.

Damit weitet sich die Nahrungsmittelkrise im westlichen Afrika aus. Hilfsorganisationen hatten gewarnt, dass in diesem Jahr über neun Millionen Menschen in Mauretanien, Niger, Burkina Faso, Mali und Tschad von einer Hungersnot bedroht seien. Auslöser seien Missernten, hohe Nahrungsmittelpreise, sinkende Geldüberweisungen aus dem Ausland und Konflikte in der Region.

Gambias Regierung sieht sich nicht in der Lage, die Probleme selbst zu lösen und bittet um Saatgut, Dünger und Nahrungsmittel im Wert von 23 Millionen Dollar.

 

Quelle: Reuters

Profil

prolina Stiftung

Autor

Frank Salffner