Sudan: Kampf um politische und soziale Erneuerung

Im vergangenen Jahr initiierte die sudanesische Autorin Dr. Ishraga Mustafa Hamid das Literaturstipendium „Brot und Rosen".

Insbesondere junge Frauen sollten die Möglichkeit bekommen, ihre Erfahrungen aufzuschreiben, zu reflektieren und weiterzugeben. Es entstanden autobiografische Kurzgeschichten und längere Texte in arabischer Sprache. Themen sind die Revolution von 2019 im Sudan, der Kampf für Veränderung, der Widerstand gegen das Militärregime, Erfahrungen von Gewalt und Missbrauch. 

Der Verein Afrikanische Perspektiven begleitet und unterstützt das Projekt von Beginn an. 

In zwei Veranstaltungen werden Ergebnisse des Literaturstipendiums vorgestellt:

Der erste Termin ist:

Mittwoch, 6. April 2022, 19 Uhr

Sudan: Kampf um politische und soziale Erneuerung

Lesung und Gespräch mit Dr. Ishraga Mustafa Hamid und Omer Othman (Teil 1)

Audi Max, Englisches Seminar, WWU, Johannisstraße 12, 48143 Münster
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten

 

Zusätzlich ist eine online-Übertragung vorgesehen. Der Link kann per Mail angefordert werden: tickets@afrikanische-perspektiven.de

Dort wird Dr. Ishraga Mustafa Hamid über die Arbeit in den Schreibwerkstätten berichten. Eine Auswahl der ins Deutsche übersetzten Texte liest die Schauspielerin Sarah Giese. Der Literaturwissenschaftler Omer Othman informiert über die sehr schwierige Lage im Sudan.

Der zweite Termin wird nur online stattfinden, das Datum und die Zoom-Zugangsdaten werden noch bekannt gegeben.

Die Veranstaltungen von Afrikanische Perspektiven e.V. finden in Zusammenarbeit mit dem Englischen Seminar der WWU - Postcolonial Studies, der Volkshochschule und dem Eine-Welt-Forum Münster e.V. statt. Sie werden gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster und dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

 

Zur Lage im Sudan:

Mit dem Sturz des langjährigen Diktators Umar al-Bashir im April 2019 schien der Weg in eine freiheitliche, demokratische Zukunft möglich. Nach zweieinhalb Jahren, im Oktober 2021, putschten die Militärs und bestimmen jetzt die Regierung. Viele Sudanesinnen und Sudanesen kämpfen aber weiter für das Ziel einer politischen und sozialen Erneuerung. Sie demonstrieren auf den Straßen, sie riskieren ihr Leben. Die Menschen im Sudan brauchen unsere Solidarität, aber ihre schwierige Situation wird in Deutschland kaum beachtet.

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Volker Perthes ist UN-Beauftragter für den Sudan. In einem Interview schildert er Anfang März seine Einschätzung der Lage: https://taz.de/Diplomat-Perthes-ueber-Militaerputsch/!5835405/

 

 

Über das Literaturstipendium

Dr. Ishraga Mustafa Hamid hat das Literaturstipendium nach der Lehrerin und Schriftstellerin Malkat Ed-Dar Mohamed Abdullah (1920-1969) benannt. Sie gilt als eine Pionierin des feministischen Romans im Sudan.

Das Literaturstipendium wird getragen vom Netzwerk „Arts of Banat Mendy“, in dem sich kreative sudanesische Frauen austauschen. Die Namensgeberin des Netzwerks ist Prinzessin Mendy bint El Sultan Agabna, die Anfang des 20. Jahrhunderts gegen den britischen Kolonialismus und für ein würdiges Leben – für „Brot und Rosen“ – kämpfte.

Link https://afrikanische-perspektiven.de/#veranstaltungen
Veranstalter Afrikanische Perspektiven e.V., VHS Münster, Eine Welt Forum Münster e.V., PTTS

Profil

Bibliothek Sukuta Moormerland

Datum

06.04.22, 19:00–20:30 Uhr

Veranstaltungsort

Audi Max, Englisches Seminar, WWU
Johannisstraße 12
48143 Münster
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